Jahresbericht

31. Jahresbericht

Geehrte GenossenschafterInnen

Es ist uns bewusst, dass es vielerlei Gründe gibt Traditionen zu wahren, alte Substanzen und Bauten vor der Vernichtung und Zerstörung zu schützen. Dennoch hat all dieses positive Tun an unseren Gemäuern dann eine Grenze erreicht, wenn ganz persönliche Lebensräume davon betroffen sind. Der neuste Fall der mir einigermassen an die Nerven geht, ist der, dass nicht einmal mehr Küche und Badezimmer vor staatlichen Eingriffen geschützt sind.

Seit dem 1. August 2014 sind wir im Kantonalen- als auch Bundesinventar geschützter Bauten aufgenommen. Das Industriegebiet Gaswerk ist nun ein „schützenswertes Ortsbild“. Wie gross dieses schützenswerte Ortsbild aber sei und welchen Perimetern es unterliegt ist unserer Genossenschaft weder vom Bund noch vom Kanton jemals bekannt gegeben worden. Dies bedingt nun das auch im Innern von geschützten Bauten ein Spruchrecht der Verwaltung vorhanden ist.

Wir konnten für einmal Ungemach abwenden und unser Vorhaben der Sanierung erledigen.

Im vergangenen Jahr konnte der Vorstand dennoch auch einige positive Erfolge verzeichnen. So wird die Kantonsapotheke zum allergrössten Teil von der Seite Aligro her mit der Bauzufahrt bedient und am Schluss soll die Zuführung direkt von der Bernstrasse erfolgen. Es brauchte einige Sitzungen um dieses Ergebnis zu erzielen. Ein ganz besonderer Dank gilt meiner Vorstandskollegin und Kollegen für ihren besonderen Einsatz an diesen Sitzungen.

Auch mit der Gastronomie Maori (vormals Mojito) wurde für beide Seiten ein annehmbares Abkommen getroffen. Nach dem für uns gewonnenen Baurekurs entsteht nun eine beruhigte Gartenwirtschaft.

Es zeigt sich in den letzten Jahren, dass die Zusammenarbeit mit Behörden und Ämter immer komplexer werden. Dies geht vom Ablesen von Elektro- Gas und Wasserzählern bis zur Anzeige von Wohnungswechseln. Jeder Vorgang benötigt ein verwaltungstechnisch vorgeschriebenes Formular, wenn möglich in dreifacher Ausführung und Notariell beglaubigt. ( Vielleicht habe ich hier etwas übertrieben!!)

Die finanzielle Situation unserer Genossenschaft ist Zurzeit gut abgestützt. Dies kann aber nur so bleiben wenn alle Genossenschafter ihren Verpflichtungen auch zeitig nachkommen und ihre Mietpflichten zu Beginn des Monates erfüllen. Unser Kassier ist allen dankbar wenn keine ausserordentlichen Massnahmen vorgenommen werden müssen.

Leider zeigen sich auch immer wieder Nachlässigkeiten die sich einschleifen. Wir bitten alle GenossenschafterInnen keine Abfallsäcke vor Haustüren oder im Freien stehen zu lassen, sondern diese direkt in den Containern zu entsorgen. Ebenso sind Schuhe, Spielsachen und Velos in Hausgängen oder im Freien so zu ordnen, dass für die Nachbarn keine Bergsteigereien von Nöten sind.

Als Präsident möchte ich mich bei unseren Mitglieder und Bewohner unser Siedlung ganz herzlich bedanken für die verständnisvolle Zusammenarbeit und Kommunikation die bei kleineren Differenzen immer wieder mal vorkommen.

Mai 2015

Präsident:   Pierre Clausen