Jahresbericht

Geehrte GenossenschafterInnen

Mit meinem diesjährigen Jahresbericht schliesst sich meine Präsidialzeit als Vorsteher der Genossenschaft GASI

In 14 Jahren lebendiger Vielfalt haben sich einige markante als auch weniger prägnante Ereignisse manifestiert. So war der Schock ziemlich gross, als uns die unverhoffte Todesnachricht unseres 1. Präsidenten Karl Risch erreichte. Etwas Unerwartetes hat unsere Genossenschaft getroffen. Wie heisst es so schön, erstens komm es anders und zweiten als man denkt!

Auf den Vorschlag des Vorstandes wurde ich durch die damalige GV am 20. Mai 2005 zum Präsidenten gewählt. Nach einer kurzen Einarbeitungszeit lernte ich nach und nach unsere Mitglieder und ihre Familien kennen. Sehr viele anständige und zuverlässige Mitglieder als auch einige weniger Vertrauensvolle. So musste unser Vorstand Wohnungen zurücknehmen in denen noch (Grüngut) in den Kühlschränken wuchs oder Feuerwaffen an den Zimmerwänden hingen. Es waren aber nur einige krasse Vorfälle die wir so erlebten.

Zu einem politischen Thema, nämlich der seit den 60ziger Jahren permanent gärenden Überfremdungs-Initiativen nehme ich auch hier kurz Stellung. Mich interessierte, wie es in unserer Siedlung mit der Überfremdung aussieht. So habe ich vor ca. 7 Jahren für mich eine kleine Zählung vorgenommen. Ich bin zu dieser Zeit auf eine Zahl von 17 Nationen gekommen. In unserer kleinen Genossenschaft leben Leute aus der ganzen Welt. Menschen von Südamerika, USA, Afrika, Asien, Europa. Nur aus der Antarktis sind bisher keine Personen zu uns gezogen. Ich bin ehrlich gesagt Stolz auf dieses Ergebnis.

Natürlich ist mir klar, dass unsere Ausgewogenheit der Nationen wichtig ist.

Was um unsere Siedlung geschieht, seien es die Industriebauten, die Verkehrsstrukturen oder andere Begehrlichkeiten. Wir haben immer die Augen offen gehalten und der neue Vorstand wird das genau so tun. Wir haben mehrfach Autos in unseren Vorgärten gehabt, die nicht dahin gehörten. Der Umbau der Kreuzung Gasometer Brücke – Bernstrasse lässt uns weiter hoffen, dass die Planung noch geändert wird. Die rechtlichen Schritte sind aber noch beim Verwaltungsgericht des Kantons. Wir warten geduldig auf das wiehern des Amtsschimmel des Kantons.

In der Zwischenzeit haben wir Häuser renoviert und werden dies auch weiterhin tun um unsere Bausubstanz zu erhalten und zu erneuern. Zu diesem Thema haben ich und der Vorstand aber noch einen grossen Wunsch. Wir dürfen in einer Siedlung leben die uns die grösstmögliche persönliche Freiheit in Gestaltung unseres Umfeldes ermöglicht. Das bedingt aber, dass alle Mitbewohner bei der Erhaltung und Sauberkeit ihr Möglichstes dazutun und sorgfältig mit unserer Wohnsubstanz umgehen. Die Sauberkeit in unseren Hausgängen Gärten und Gehwegen wird mehr und mehr vernachlässigt. Das muss unbedingt wieder verbessert werden. Liebe Mitbewohner, lasst John. F. Kennedy hören der einst beschwor, Zitat „frag nicht was die Genossenschaft für Dich tun kann, frag was kann ich für die Genossenschaft tun“. Dazu freut es mich besonders, dass ein junger Genossenschafter den Mut hatte im letzten Jahr wieder einmal ein gut gelungenes „Fäschtli“ zu organisieren.

Im letzten Jahr war es verhältnismässig ruhig, bis auf die letzten Tage im Jahr. Am 23. Dezember, bei starkem Regenfall drückte das Regenwasser in ein dopp. Einfamilienhaus. Feuerwehr und Reinigungsfirmen entleerten die gefüllten Kellerräume bis morgens um 3 Uhr.

Am 1. Januar 2019 brannte es in einer Küche im Parterre. Feuerwehr Ambulanz und Polizei kamen um uns ein gutes Neues zu wünschen. Kein Personenschaden alles Gesund und Wohlauf. Ich hoffe auf ein Unfallfreies Jahr für unsere Genossenschaft.

Damit sage ich auf Adieu und Danke nochmals allen GenossenschafterInnen.

Allen meinen bisherigen Vorstandsmitgliedern danke herzlich für die tolle Zusammenarbeit mit mir

Mai 2019

Präsident Pierre Clausen